Durch die Vorbereitungsfahrten und die Hin- und Rückfahrt mit insgesamt 4 Reisebussen haben wir ca. 22 Tonnen CO2 emittiert. Wir haben uns entschlossen diese Menge zu kompensieren, indem wir eine Wiedervernässung eines Moores in Schleswig-Holstein unterstützen. Wie genau das funktioniert könnt ihr hier weiter nochmal nachlesen.

 

 

Klimaneutrale Fahrt

… oder „Was haben Moore und Busfahren gemeinsam?“

(Text aus dem Fahrtenheft)

Wahrscheinlich habt ihr euch alle schon mal gefragt, warum wir uns nicht einfach die mühselige Busfahrt sparen und ins Flugzeug nach Budapest steigen. Das wäre zwar für jeden einzelnen bequemer, für unsere Umwelt aber nicht, denn die Klimawirkung von Fliegen ist etwa fünfzehnmal so groß, wie die vom Busfahren, da mehr CO2 und andere den Treibhauseffekt beschleunigende Stoffe ausgestoßen werden. Außerdem emittiert ein Flugzeug die klimaschädlichen Gase direkt an der Ozonschicht, die die Erde vor übermäßiger Strahlung der Sonne schützt. So sorgen sie für ihren langsamen Abbau. Daher schützen wir schon das Klima, indem wir mit dem Bus fahren.
Trotzdem fällt bei einer Busreise eine große Menge CO2 und CO2-Äquivalente an, die wir nicht vermeiden können. Allerdings können wir sie kompensieren, indem wir ein Projekt unterstützen, welches CO2 aus der Luft wieder bindet. Alle grünen Pflanzen können CO2 binden und es gibt viele verschiedene Projekte, die zum Beispiel Wälder aufforsten, vorhandene Natur schützen, oder eben Moore renaturieren (in den Naturzustand zurückversetzen). Moore speichern nämlich CO2, indem in ihnen sehr viel über die Jahre angesammelte, tote Pflanzenmasse (die überwiegend aus Kohlenstoff besteht) ohne Kontakt zu Sauerstoff lagert. Diese kann nicht von Mikroorganismen abgebaut werden.

Wir haben uns für das Projekt „MoorFutures“ entschieden. Es befasst sich mit der Wiedervernässung von Mooren in Deutschland, da gestörte Moore nicht nur fast kein CO2 mehr aufnehmen können, sondern auch durch fortschreitende Zersetzung noch mehr CO2 abgeben und damit das Problem noch weiter verstärken. In Norddeutschland sind fast alle Moore durch den Abbau von Torf (vor allem für Blumenerde) geschädigt worden und müssen jetzt aufwendig wiedervernässt werden. Dieser Prozess ist sehr langwierig und es wird mehrere Jahrzehnte dauern, bis unser CO2 tatsächlich kompensiert ist, allerdings ist es im Moor auch sicher gebunden und beeinflusst die Atmosphäre nicht weiter. Die Strecke von Bad Vilbel nach Eger ist etwa 1140 km lang. Nur mit der An- und Abreise reisen wir gemeinsam etwa 640270 Kilometer. Rechnet man das mit dem Materialtransport und allen Vorbereitungsfahrten zusammen, kommen wir auf eine CO2-Emission von ca. 22 Tonnen. Eine Tonne kann für 64 € kompensiert werden. Dafür erhalten wir ein sogenanntes Stilllegungszertifikat, welches garantiert, dass in den nächsten Jahrzehnten das Moor renaturiert und geschützt wird. Mit unseren Zertifikaten finanzieren wir einen Teil des Königsmoores in Schleswig-Holstein, ein ca. 1200 ha großes Hochmoor, welches im letzten Jahrhundert stark entwässert wurde, um Weideland für Vieh zu gewinnen.

Moore und Busse sind daher unsere Antwort auf die Frage, wie wir klimaneutral auf Fahrt gehen können.

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